Reisegruppe aus Südafrika zu Besuch in Neukieritzsch

Bei Mutzbraten kam man ins Gespräch

- Südafrikanische Reisegruppe weilte zum zweiten Male in Neukieritzsch -

Am Sonntag, dem 15. Juli, empfingen die Neukieritzscher lieben Besuch. Eine südafrikanische Reisegruppe machte auf ihrer großen Deutschland-Tour Station in Neukieritzsch und in dessen Ortsteil Lippendorf. Den deutschstämmigen Reisenden hatte das vorjährige Unternehmen, bei welchem sie auf den Spuren von Katharina und Martin Luther wandelten, so gut gefallen, dass sie für 2001 wieder eine derartige Fahrt zu unternehmen wünschten. Über das ganze Jahr hinweg liefen die Kontakte der Organisatorin aus der Gegend von Durban, der Lehrerin Inge Meister, nach Neukieritzsch, wo sie von Uwe Seibt (Musikverein Neukieritzsch) und Werner Eißner (Heimatverein Lippendorf-Kieritzsch) gebündelt wurden.
Nach historischen Betrachtungen zum Lutherdenkmal auf dem Neukieritzscher Marktplatz bekamen die Reisenden einen kurzen Einblick in die Bergbaugeschichte unserer Region, als sie auf der Aussichtsplattform des Tagebaus Schleenhain auf ihre Fragen umfassende Antworten auch von Henry Graichen erhielten, welcher ab dem 1. August 2001 die Aufgaben des Bürgermeisters von Neukieritzsch wahrnehmen wird.
Zum gemütlichen Abendessen bei Mutzbraten mit Sauerkraut, geliefert von der Neukieritzscher Firma Jacob, traf man sich dann im Kulturhaus Lippendorfs, in der "Deutschlandhalle". Ein reger Gedankenaustausch entwickelte sich, als sich die Neukieritzscher und Lippendorfer unter die Gäste mischten. Insbesondere die Frauen hatten tausend Fragen an Gisela Eißner und Hella Bergholtz, und sie stellten trotz der geografischen Entfernung viele Gemeinsamkeiten an Problemen und Widersprüchen fest. Inge Meister: "Für uns Südafrikaner besonders spannend sind unsere Beobachtungen im Osten Deutschlands. Dies betrifft sowohl die Landschaften, welche für uns ja auch lange verschlossen blieben, als auch die Geschichte und Lebensbilder der Bewohner. Manche Ihrer Erfahrungen decken sich auch mit unseren." Zeitweise geriet man sogar ins Philosophieren, als es beim Schulwesen um das Spannungsverhältnis von Freiheit und Disziplin ging.
Ein erlebnisreicher Abend ging zu Ende, als Inge Meister zum Abschied ihrer Hoffnung Ausdruck gab, Neukieritzscher auch einmal in Südafrika begrüßen zu dürfen und den Kontakt weiterzuführen. Werner Eißner und Henry Graichen wünschten einen weiteren guten Reiseverlauf in Sachsen und dann in den Süden Deutschlands.

Detlef Bergholtz
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