Musikantenparade/Orchestertreffen in Lobstädt - Nachwuchsmusiker werden ins Blasorchester aufgenommen

Musikanten frischten Erinnerungen auf

2. Orchestertreffen und "Musikantenparade" des Musikvereins Neukieritzsch-Regis im "Kastanienhof" Lobstädt

In alle Welt hat es sie verstreut, die "Ehemaligen" des Musikvereins Neukieritzsch-Regis. Bis in die Niederlande, nach Heerlen, wo es Arbeit gibt, bis nach Irland, wo Kathrin Blair mit ihrer Familie lebt, bis in die Südstaaten der USA in die Nähe Atlantas, wo Dörthe McGrath schon lange das Waldhorn mit dem Computer vertauschte, um für ihre amerikanische Familie neue Celtic-Muster für die Auftrittskleidung der Irish-Dance-Truppe zu entwerfen. Von so weit her kamen die Gäste zum zweiten Treffen ehemaliger Orchestermitglieder, zum 35. Jubiläum des Klangkörpers und zugleich zur "Musikantenparade" im Lobstädter "Kastanienhof" zwar nicht, aber doch immerhin aus Borna, Erfurt oder der Oberpfalz und natürlich auch aus Neukieritzsch, Regis oder Böhlen. Bei der Begrüßung herrschte großes Hallo: Wie geht es dir? Was machst du jetzt?
An einem Tisch an der Bühnenseite hatten sich "Uralte" eingefunden, die Gründungsmitglieder, heute weit über 40-jährig. Lebendig erzählten sie. Karl-Heinz Badstübner erinnert sich gut an die ersten Schritte des Orchesters: "Ursprünglich gab es in den 50er und 60er Jahren in Neukieritzsch einen Fanfarenzug. Schuldirektor Gerhard Lanzendorf besprach sich um 1965 mit Eltern und dem Staatlichen Orchester Borna, ein Schul- und Kinderorchester, was den Namen Pionierorchester erhielt, zu gründen." Der junge Berufsmusiker Dietmar Tornow wurde als Leiter gewonnen, und der 10. Januar 1967 wurde der Gründungstermin. "Darf ich vorstellen", wies Badstübner in die Runde der Musiker der ersten Stunde, "Frank Hapke, Trompete, Dieter Hellmanowitz, Schlagzeug, Christine Nitzsche, geborene Zipplies, Klarinette, Klaus Petereit, Posaune, Steffen Trzebinsky, Trompete, Dagmar Duttke, geborene Schöttel, Akkordeon." Christine Nitzsche, heute Englischlehrerin in Jena, erinnerte an die vielen schönen Probelager: "Wisst ihr noch? In Groß-Köris haben wir die Jungs geärgert, indem wir an ihre Stubentür einige Bilder mit Affen malten. Die haben sich dann gerächt. Sie schmückten unsere Tür mit Ziegen."
Blasorchester des Musikvereins Neukieritzsch-RegisEine Pause im Schwelgen von Erlebnissen gab es, als Rainer Mlynarczyk das Programm eröffnete. Das Blasorchester des Musikvereins gestaltete es gemeinsam mit seiner Nachwuchsgruppe, mit Mitgliedern des Tanzstudios Böhlen sowie den Wiederauer Schlossgeistern, einer jungen Blasmusiktruppe. Auge und Ohr kamen auf ihre Kosten. So passten auch zuweilen leicht schräge Töne (Polka von Schostakowitsch) zu leicht schrägen Farben (vier Mädchen im Tanzsack-Spaß). In die lebhafte Runde der Gäste hatten sich Staatsminister a.D. Dr. Rolf Jähnichen, der Präsident des Sächsischen Blasmusikverbandes, Neukieritzschs Bürgermeister Henry Graichen sowie Werner Kunath, der verdienstvolle Landesmusikdirektor i.R., gemischt.
Wieder einmal ein durchaus gelungener Abend, der seine Zwecke erfüllte: Freunde der Blasmusik, junge und jung gebliebene, zusammenzuführen.

Detlef Bergholtz / Artikel in der Leipziger Volkszeitung vom 08.04.2002 (leicht geändert)

2002 Musikantenparade/Orchestertreffen in Lobstädt assets/files/images/designBilderRechts/Mzsiverein-03.jpg

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